Reisen, reisen, reisen

Hallo zusammen,

vor ein paar Tagen haben wir ein bisschen was von unserer Arbeit erzählt. Jetzt wollen wir euch ein bisschen was darüber hinaus erzählen.
Mark und ich haben das große Privileg unseren Freiwilligendienst in einem Land machen zu können, was unfassbar vielfältig ist und großzügig zum Reisen einlädt. Darum soll es in diesem Blogeintrag weniger um unsere Arbeit, sondern viel mehr um Costa Rica als Land ansich gehen. Costa Rica ist, wie ihr wahrscheinlich alle wisst, deutlich kleiner als Deutschland. Um sich das mal vorzustellen, Costa Rica ist in etwa so groß wie Niedersachsen. Trotz der kleinen Fläche von Costa Rica, ist das Land deutlich vielfältiger als Deutschland und man braucht, sehr zu unserem Leidwesen, trotzdem sehr lange um von A nach B zu kommen. Wir haben unsere Zeit hier bereits genutzt um das Land besser kennenzulernen. So haben wir zusammen mit Larissa über Silvester die Karibik bereist. Dort gibt es unfassbar tolle Strände, die wir zum Schnorcheln, Entspannen und zum Wellenspringen genutzt haben. Dort gibt es auch zwei Nationalparks, wo wir sehr viele Tiere beobachten konnten (Affen, Vögel, Faultiere, Spinnen, eine Schlange und noch mehr Affen). Allgemein kann man sagen, dass das ein wirklich sehr gelungener Urlaub war.

Im Februar hat mich der erste Besuch erwartet, weshalb ich Ende Februar nochmal eine Woche herumgereist bin. Die Freude war auf jeden Fall sehr groß, als ich meine Schwester und ihren Freund am Flughafen abgeholt habe. Zusammen sind wir nach Tortuguero, La Fortuna und Monteverde gereist. Tortuguero ist ein kleines Dorf auf der Karibikseite im Norden von Costa Rica, zu dem man nur mit dem Boot hinkommt. Es ist dafür bekannt, dass man dort von Juni bis Oktober Meeresschildkröten sehen kann. Wir haben auf Grund dessen leider keine Meeresschildkröten gesehen, aber dafür eine Flussschildkröte, Krokodile, Kaimane, Leguane, Faultiere und zu unserer großen Freude frische Jaguarspuren. Der Tortuguero Nationalpark ist einer der größten in Costa Rica und meinem Eindruck nach einer der beeindruckensten.

Weiter ging es danach für uns nach La Fortuna, eine kleine Stadt, die am Fuße des Vulkans Arenal liegt. Von dort aus hat man einen gigantischen Blick auf den Vulkan, wenn dessen Spitze nicht in Wolken verschwunden ist. Wir haben ihn leider nicht einmal ganz gesehen. Dort waren wir unter anderem in dem Nationalpark wandern und haben in den natürlichen Thermalquellen gebadet. Diese sind in den 80ern nach einem Ausbruch entstanden. Auch haben wir von dort aus einen Ausflug zum Rio Celeste gemacht. Dieser ist ein Wasserfall bzw. ein Fluss, der auf Grund der chemischen Zusammensetzung des Wassers hellblau ist.

Unser letztes gemeinsames Reiseziel war Monteverde, ein Gebiet, auf der anderen Seite des Arenals, wo nach in Wäldern wandern gehen kann uns dabei die vorbeiziehenden Wolken beobachten kann. Auch ist das Gebiet für seinen Kaffeeanbau bekannt. Dort gibt es auch viele Tiere, so auch Pumas. Pumas haben wir leider nicht gesehen, das wäre aber auch sehr unwahrscheinlich gewesen. Dann war unsere gemeinsame Zeit auch schon vorbei und wir mussten uns verabschieden, was uns sehr schwer gefallen ist.

Aber auch über Ostern haben wir die freie Zeit zum Reisen genutzt. Mark ist zusammen mit einem Freund, den wir auf unserem Seminar kennengelernt haben über mehrere Tage nach Montezuma gewandert ein Küstenort, der auf der Nicoyahalbinsel liegt. Dort kann man gut surfen und den Strand genießen. Larissa und ich fahren dort nächstes Wochenende hin (allerdings mit dem Bus).
Ich war währenddessen mit meinen Eltern unterwegs, die mich über die Zeit besucht haben. Gemeinsam waren wir unter anderem im Süden an der Pazifikküste in Drake Bay, einem Dorf zu dem man ebenfalls nur mit dem Boot hinkommt. Der Nationalpark dort ist gigantisch und mit etwas Glück kann man dort Wale und Delfine sehen (wir hatten dieses Glück leider nicht). Danach sind wir die Pazifikküste hochgereist und anschließend über Monteverde nach Puerto Viejo.

Mit Larissa war ich über den ersten Mai in Manuel Antonio, das ebenfalls an der Pazifikküste liegt. Dort waren wir unter anderem im Regen im Meer baden, was unfassbar viel Spaß gemacht hat.

Anfang Juli geht es für uns drei nochmal nach Samara (ein Küstenort in Guanacaste) und Ende Juli geht es für mich nochmal für eine Woche nach Nicaragua. Sowohl Nicaragua, als auch Panama kann man von Costa Rica mit dem Bus bereisen, was sehr praktisch ist. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt und freue mich sehr auf die restliche Zeit, sowohl im Projekt, als auch auf weitere Reisen. 
Liebe Grüße aus Costa Rica,

Franka

Ein Gedanke zu “Reisen, reisen, reisen

  1. Kompliment, ich lerne viel über Costa Rica. Das Land hatte ich mir viel viel größer vorgestellt -trotz meiner Arbeit im Reisebüro. Damals war es noch ein wirklich exotisches Ziel von dem meiner Bruder Horst wegen der Vegetation und der Tiere schwärmte. Und die Fotos sind super und beeindruckend. Der oder diejenige oder beide hat/haben ein tolles Auge für Fotographie. Wäre gut für das Tourismus Büro Costa Ricas, die mittlerweile auch sehr aktiv sind. Die Reiselust wird auf jeden Fall geweckt! Bleibt alle gesund und munter, habt eine gute genussvolle Zeit und seid herzlichst gegrüßt aus Brühl-Baden
    Bea (Croisier-Rietdijk) bei jetzt noch 17.38h 25 Grad Celsius.

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