Zurück in Deutschland

Schon ein Monat ist es her, dass ich wieder in Deutschland zurück bin. Es ist wirklich verrückt wie schnell so ein Jahr vorbei geht, in dem ich sehr viel erleben durfte! Hier deshalb nochmal ein kleiner Rückblick, was in dem Jahr so alles passiert ist:

Von meinem Alltag:

Einen großen Teil meines Alltags hat natürlich meine Arbeit ausgemacht, von der ich euch im letzten Beitrag ausführlicher erzählt habe. Hier habe ich vor allem am liebsten bei den Schulkindern gearbeitet, die ich auch richtig ins Herz geschlossen habe. Sonst habe ich im April einen Chor bei mir in der nähe gefunden, in den ich jede Woche einmal gegangen bin und mit dem ich auch mehrere Auftritte hatte.

Mit der Zeit hat man San José nochmal besser kennengelernt, sodass man am Ende seine Lieblingscafes und Orte hatte, die ich regelmäßig besucht habe! Und am besten war natürlich die Möglichkeit innerhalb kürzester Zeit am Wochenende an den Strand zu fahren. Allgemein hat sich der Alltag in Costa Rica aber sehr langsam und eher entspannt angefühlt. Vermutlich lag das einerseits an den wenigen Verpflichtungen und vielen Freiheiten, die ich dort hatte, andererseits aber auch an dem Land und dem Leben dort selbst. Das Motto Costa Ricas lautet „Pura Vida“, wörtlich übersetzt also pures Leben. In meinem Alltag habe ich es als Gelassenheit erlebt. Wenn man aus dem Haus geht und nicht weiß, wann man sich mit der Freundin im Zentrum trifft, weil man nie weiß ob der Bus in 2 Minuten oder 20 kommt und im Bus es dann niemanden stört ob jemand auf voller Lautstärke Instagram Reels schaut. Am Anfang war das alles auch ziemlich ungewohnt, laut und unruhig für mich, doch am Ende war dies normal, mittlerweile vermisse ich das Durcheinander. Aus meiner Erfahrung heraus sind die Tic@s sehr freundlich und herzlich. So kommt es öfters mal vor, dass man von der Uberfahrerin Corazon (Herz) oder Reina (Königin) genannt wird. Oft wird einem zu Verabschiedung gesagt „Cuidese mucho“ und „que Dios te acompañe“, was so viel heißt wie: Pass auf dich auf und dass Gott dich begleite! In Costa Rica wird übrigens ganz viel Reis und Bohnen gegessen. Das typische Frühstückt ist Gallo Pinto: Reis, Bohnen, Koriander und Gewürze:

Reisen

Innerhalb des Jahres haben mich meine Eltern, mein Bruder und meine Cousine besucht, mit denen ich jeweils die Möglichkeit hatte das Land zu bereisen. Costa Rica ist ein unglaublich Vielfältiges Land. Von Vulkanen über Wasserfälle, Regenwälder, außergewöhnlichen Tieren, bis hin zu wunderschönen Stränden der Karibik oder des Pazifiks, hat das Land viel zu bieten. Costa Rica beherbergt etwa 5% der weltweiten Biodiversität auf nur o,o3% der Erdoberfläche. Aber schaut selbst:

Durch eine Konferenz verschiedenster YMCAs Lateinamerikas, die im November in Costa Rica stattfand, habe ich Freunde aus verschiedensten Ländern gefunden, die ich dann noch in Chile und Brasilien besuchen durfte:

Im Rahmen des weltwärts Programm ist es vorgesehen, dass wir verschiedene Seminare haben, auch eins während des Freiwilligendienstes. Das Zwischenseminar hatte ich mit der Organisation „Brot für die Welt“ in einem indigenen Dorf der BrìBrì. Das war vor allem spannend um sich mit anderen deutschen Freiwilligen in Costa Rica auszutauschen und um etwas über die Kultur, verschiedene Weltvorstellungen und Geschichte der Indigenen zu erfahren. So haben wir beispielsweise gelernt, wie man Maismehl oder Kakao aus der Kakaobohne herstellt.

Vom Abschied

Mitte August musste ich dann mein Leben in Costa Rica zurücklassen, was mir ehrlichgesagt nicht leicht fiel. Ich habe doch einige Zeit gebraucht mich so richtig Zuhause in Costa Rica zu fühlen, so dass die Zeit in der ich mich wohl gefühlt habe viel zu schnell vorbei ging. Zurück in Deutschland zu sein hat sich dann auch erstmal wieder total fremd angefühlt, doch mittlerweile freue ich mich wieder in zurück zu sein. Hier noch ein paar Bilder vom Abschied in der ACJ.

Insgesamt war mein Freiwilligendienst eine spannende Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Ich durfte für ein Jahr die Kultur und Menschen Costa Ricas intensiv kennenlernen. Ich konnte Kinder beim aufwachsen begleiten und dadurch selbst wachsen. Ich bin jedem Dankbar, der mich auf diesem Weg begleitet hat. Freunde und Familie, der CVJM, meine Gastfamilie und jeder der für mich da war. Danke auch für die zahlreichen Spenden!

Eure Lorena!

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