Oh, wie schön ist … Bogotá!

Als ich um 6:10 Uhr morgens hundemüde aus dem Flugzeug ausstieg war ich mir plötzlich nicht mehr ganz so sicher, ob es wirklich eine gute Idee war den Flug um 2:55 Uhr zu nehmen und dafür die Nacht quasi nicht zu schlafen. Aber dieser Zweifel war schnell verlogen und nachdem wir uns durch diverse Sicherheits- und Passkontrollen gekämpft hatten standen Jeremias und ich auch schon vor dem Flughafen und machten zum ersten Mal Bekanntschaft mit dem Transmilienio!
Das sind große Busse die auf eigenes für  die Busse gesperrten Fahrbahnen in Windeseile die riesige Stadt durchqueren. Für zwei Volontäre, die nichts als costaricanisches Straßencaos und Busse aus dem letzen Jahrtausend gewohnt waren ein unvorstellbarer Luxus!
So durchquerten wir in knapp einer Stunde die Stadt, die doppelt so viele Menschen beherbergt wie ganz Costa Rica Einwohner hat, und setzen uns in den Bus nach Bochica, dem Camp der ACJ Bogotá.
Dort erwarteten uns schon Clarisse, Joel und Lukas, die drei deutschen Volontäre der ACJ vor Ort. Die vierte Volontärin, Janka, stieß etwas später dazu, weil sie noch ihre Eltern, welche zu Besuch waren, verabschiedete.
Das erste Wochenende unserer Kolumbienreise verbrachten Jeremias und ich dann auf dem Camp der ACJ, wo ich sogar auch zwei Programmpunkte übernehmen durfte.

Wieder in der Hauptstadt angekommen gingen wir mit Janka zum Haus ihrer Gastfamilie, das für die nächsten zwei Wochen mein Zuhause sein sollte, und wurden dort freundlich von ihrer Gastschwester Nila begrüßt. Da es schon spät am Abend war und wir beide sehr müde waren legten wir uns erstmal zum Schlafen hin.
Am nächsten Morgen brachen wir dann zum Ausflug in die Tatacoawüste, ca. 5 Busstunden von Bogotá entfernt, auf. Dort verbrachten wir einen Tag in der wunderschönen, ungewöhnlichen Landschaft und fuhren Donnerstags wieder zurück in die Hauptstadt.

Freitags durften wir dann einen der „Lugares“ besuchen, in dem die deutschen Volontäre mitarbeiten. Das Programm dort ähnelt sehr dem in unserer Kindertagesstätte, auch wenn die Kinder im Durchschnitt etwas älter sind. Freitags durfte ich auch ein kurzes Programm mit einigen Spielen und einer kurzen Andacht für die Kinder durchführen. Danke!

Samstag ging es dann zum Höhepunkt der ersten Woche: Die Wanderung auf den Monserrate, den Stadtberg Bogotás, zusammen mit den Kindern und Jugendlichen der Jugendgruppen der ACJ. Ein toller Ausflug bei dem wir die Volontäre der ACJ Bogotá näher kennen lernen durften und viel Spaß zusammen hatten.


Während wir wieder vom Monserrate hinunter liefen wurde dann noch der Plan für die nächsten Tage gemacht. Ursprünglich wollten wir Volontäre alle zusammen in Urlaub fahren und ich wollte gerne in den Nationalpark „el cocuy“. Während meiner Zeit in Bogotá verstärkte sich allerdings immer mehr das Gefühl, dass das keine so gute Idee ist und so kam es, dass wir planten für zwei Nächte zusammen in der Nähe Bogotás campen zu gehen.
Joel , Lukas und Janka mussten dann aber leider doch noch kurzfristig abspringen und so kam es, dass Clarisse und ich uns erstmal noch nach ein paar kolumbianischen Mitreisenden umschauen mussten (man merke: Samtags nachmittags und wir wollten Sonntags in der Früh los).
Die Kolumbianer sind zwar sehr spontan aber so spontan dann wohl auch wieder nicht, so dass am nächsten Morgen Clarisse und ich mit zwei Zelten, Gitarre und übrigen Gepäck alleine am Busbahnhof standen.
Wir fuhren dann nach La Vega, einem Ort eine Stunde nördlich Bogotás, besuchten die Lagune und übernachteten die erste Nacht dort auf dem Campingplatz. Für die zweite Übernachtung zog es uns nach einem Bad in den Wasserfällen bei La Vega dann aber nach Villeta, einem Ort noch eine halbe Busstunde nördlicher. Dort verbrachten wir die zweite Nacht und fuhren Dienstags hundemüde (vor allem ich xD) aber mit ein paar schönen Erfahrungen mehr im Gepäck wieder zurück nach Bogotá.

Was ich in der restlichen Zeit bis zu meiner Rückreise nach Costa Rica noch erlebt habe? Das erfahrt ihr im zweiten Teil meines Berichts über meinen Urlaub in Kolumbien. Bis dahin:

Saludos
Daniel

2 Gedanken zu “Oh, wie schön ist … Bogotá!

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