Großes Vorbereitungsseminar – Bald gehts los!

Aktuell sind Jeremias und ich zusammen mit vielen anderen vom CVJM Deutschland entsendeten Volontären in Kassel zum großen Vorbereitungsseminar.

Hier haben wir eine sehr schöne Zeit mit den anderen Volis. Wir lernen viel Neues und sensibilisieren uns für kontroverse Themen, die unsere Gastländer betreffen. Aber wir singen und beten auch viel zusammen und bitten Gott darum, uns die für den Freiwilligendienst benötigte Kraft zu schenken und unseren Weg mit uns zu gehen. 

Gestern morgen haben wir einen großen Gottesdienst unter dem Thema: „Was schenkt dir Kraft“ gefeiert. Ich habe einen Teil davon mit vorbereitet und mich sehr darüber gefreut, mit einem super tollen Team einen abwechslungsreichen Gottesdienst auf die Beine zu stellen. 

Hier möchte ich ein paar meiner persönlichen Gedanken zu einer Geschichte, die ich auch im Gottesdienst erzählt habe, mit euch teilen:

Nachdem der Prophet Elia sich gegen hunderte Baalspriester im Göttergericht behauptet hatte und Gott selbst den Beweis für seine Macht lieferte flüchtete er vor der Verfolgung durch die Königin Isebel, die weiterhin Baal anbetete, in die Wüste. Vollkommen erschöpft nach tagelanger Flucht legt er sich schließlich unter einen Ginsterbusch und beschließt nicht mehr weiter zu gehen und stattdessen hier zu sterben. Er fühlt sich von Gott im Stich gelassen. Ich kann gut verstehen wie Elia sich in diesem Moment gefühlt haben muss. Er hat sein ganzes Leben Gott hingegeben, ihm immer blind vertraut, und jetzt, nach dem größten Sieg, verliert er das Vertrauen in Gott, als er sein eigenes Leben in Gefahr sieht. Elia flieht vor Isebel, und vor Gott. Sicherlich hatte er Angst Gott könne ihn bestrafen für die Fehler, die er begangen hatte, dafür, dass er davon gelaufen war oder weil er das blinde Vertrauen in ihn verloren hatte.

Aber Gott hat nichts dergleichen getan. Er schickte Elia seinen Engel und brachte ihm genau das, was er in diesem Moment am meisten brauchte: Wasser und Brot! Und der Engel sagte zu Elia: „Iss und Trink“ und Elia hat gegessen und getrunken und als er satt war legte er sich wieder unter den Busch und schlief. Dreimal bekam Elia vom Engel zu essen und mit jedem Mal kam mehr seiner Kraft zurück.

So wie Gott sich um Elia gekümmert hat, kümmert er sich auch um jeden einzelnen von uns. Er wird nichts von uns fordern, uns Vorwürfe machen oder über uns schimpfen sondern uns immer genau das geben, was wir gerade am dringendsten brauchen. 

Für mich ist diese Geschichte, so wie auch viele andere aus der Bibel, sehr ermutigend. Es ist eine dieser Geschichten in denen Gott zeigt: Es ist uns Menschen erlaubt Fehler zu machen und trotzdem verringert sich Gottes unermessliche Liebe zu uns nie. Selbst wenn wir uns von Gott abkehren, ihm nicht mehr vertrauen, begleitet er uns weiter und tut sein Bestes uns wieder zurück zu ihm zu führen. Ich bin glücklich mit diesem Versprechen in meinen Freiwilligendienst gehen zu dürfen und zu wissen, wenn ich einmal, wie Elia, durch die Wüste irre und es mir schlecht geht, wenn ich hungrig und durstig und kraftlos bin, dann ist Gott bei mir und wird mir geben was ich brauche um neue Kraft zu tanken.

 
Wenn ihr Jeremias und mich bei unserer Arbeit in Costa Rica unterstützen wollt, freuen wir uns über jeden Cent den ihr für das Projekt der ACJ Costa Rica spendet. Nähre Infos hier

Muchas Gracias!

Daniel

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