Ausflug nach Manuel Antonio

Am 15.12.2017 um 5 Uhr morgens stand ich mit meinem gepackten Rucksack vor der ACJ. Es war, wie immer um diese Zeit in San José, relativ kühl, aber ich musste nicht lange warten und schon trafen die ersten Arbeitskolleginnen ein. Der Bus den wir sogleich bestiegen und der uns zum Parque nacional Manuel Antonio bringen sollte stand schon bereit. Kurz darauf kamen auch Jeremias und seine Gastschwester Pame, die ebenfalls in der ACJ arbeitet, an. Der Bus war fast voll und schon hätte unser als Jahresabschluss gedachter Ausflug mit (fast) allen Angestellten der ACJ los gehen können, aber, wer fehlte: Natürlich unsere beiden deutschen Mitvolontärinnen die das mit der Tica-Time wohl etwas zu genau nahmen.

Nichtsdestotrotz waren die beiden dann 20 Minuten später auch eingerudelt und es konnte los gehen. Der kleine, vollbesetzte Bus kämpfte sich durch den morgendlichen Stadtverkehr San Josés bis wir den „Highway“ Richtung Süd-Puntarenas erreichten. Dann ging es mehrere Stunden quer durchs Land.

Kurz vor Mittag kamen wir dann am Bootsanleger in Quepos an, wo wir einen Katamaran bestiegen der uns bis zur Grenze des Nationalparks brachte, Schnorcheltour, Mittagessen und eine wundervolle Aussicht inklusive.
Das beste an dieser Tour war aber unser unglaubliches Glück bei der Sichtung einer Buckelwalmutter mit ihrem Baby auf dem Meer vor dem Nationalpark.

 

Nachdem wir von der Bootstour zurück kamen verbrachten wir den Rest des Tages am Strand und bestiegen am späten Nachmittag wieder den Bus Richtung Heimat. Dieser war allerdings noch keine 10 Kilometer gefahren da musste er auf der Straße die zwischen den Hügeln rund um den Nationalpark an diversen Hotels, Hostels und Ferienhäusern vorbeiführt schon wieder anhalten.
Warum?
Weil sich sechs der Insassen in den Kopf gesetzt hatten auch noch den Rest des Wochenendes hier in der Nähe des Parks zu verbringen und nicht mit den Anderen nach San José zurück zu kehren. Also schnappten diese sechs, das waren wir vier Deutschen (Tamara, Karina, Jeremias, und Ich) sowie Pame und Nella sich ihr Gepäck und begaben sich über die Straße zum Hostel vor welchem unser freundlicher Busfahrer extra für uns gestoppt hatte.

Das kommende Wochenende verbrachten wir zusammen in der Nähe des und im Nationalpark. Aber wie hätte es anders sein können, gab es auch an diesem Wochenende einige Besonderheiten:

Im Vergleich zu San José ist es an der Küste sehr warm und unglaublich schwül. So kam es, dass Jeremias, der am schnellsten mit dem Auspacken seiner Sachen fertig geworden war, mal kurz verschwand um das Hostel besser kennen zu lernen.
Während wir unten fix und fertig auf unseren Betten lagen knüpfte Jeremias an der Hostelbar bei einem gut gekühlten Imperial schon mal neue Freundschaften. Als wir anderen dann zum Kaffee trinken nach oben gingen sagte man uns nur sie würden jetzt den Hund holen, und Jeremias und sein neuer Freund, der sich uns später als Jose vorstellte, verschwanden um die Ecke. Kurz darauf kamen sie tatsächlich mit einem Hund wieder und Jose bot uns an mit uns zu einem versteckten Strand in der Nähe zu laufen um dort den Sonnenuntergang zu betrachten. Es war eine wunderschöne Querfeldein-Wanderung und auch wenn wir es nicht ganz rechtzeitig zum Sonnenuntergang bis zum Strand schafften eine sehr coole Erfahrung.

 

Am nächsten Tag (Samstag) zog es uns dann in den Nationalpark wo es neben Faultieren und wunderschöner Natur auch viele Affen und Waschbären zu sehen gab. Letztere sind leider mit der Zeit und den vielen Touristen die sie füttern sehr aufdringlich geworden. Dass manche sogar sehr agressiv sein können musste Pame an diesem Samstag auf die unschöne Art feststellen, zum Glück konnte sie ihren Fuß noch rechtzeitig wegziehen.

Am Strand waren wir dann zum Glück so aufmerksam unsere Taschen in einen Baum zu hängen und nicht einfach auf dem Sand liegen zu lassen. So wurden nur unsere Nachbarn durch eine Bande Waschbären ihres Mittagessens erleichtert. Wir blieben verschont.

Am Sonntag ging es dann auch schon wieder mit dem Bus zurück nach San José weil wir alle ja am Montag wieder arbeiten mussten. Eine eher weniger schöne Folge dieses Ausflugs holte mich dann am Dienstag ein als ich vergeblich nach meinem Geldbeutel suchte. Leider muss mir der zwischen Sonntag und Dienstag auf mysteriöse Weise abhanden gekommen sein. Dank vieler hilfsbereiter Menschen und ganz speziell Jeremias Familie, die mir meine neue Kreditkarte aus Deutschland mitbrachte, fielen die Folgen dieses Unglücks aber nicht zu schlimm aus, so dass ich mit drei Tagen Verspätung trotzdem meinen Urlaub in Nicaragua machen konnte. Mehr dazu bald.

Liebe Grüße
Daniel

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