Ein graues Schaf

Nein, es geht in diesem Artikel nicht um Schafe, tut mir Leid für alle die das erwartet haben.
Vielmehr geht es um ein „graues Schaf“ unter vielen blauen.
Um einen Ausländer, einen Deutschen, einen mit grauem Hemd unter vielen blau gekleideten Ticos.
Wer immer noch nur Bahnhof versteht, der sollte sich diesen Artikel durchlesen!

6:00 Uhr morgens an einem Samstag. Um diese Uhrzeit schlafe ich normalerweise noch tief und fest, aber nicht am vergangen Samstag. Um 6:00 Uhr klingelte mein Wecker und ich quälte mich verschlafen aus meinem Bett. Nachdem ich duschen war packte ich meinen Kulturbeutel schnell fertig und verstaute ihn in meinem Wanderrucksack in dem sich auch bereits besagtes graues Hemd befand.
Ich zog meine Wanderschuhe an und machte mich auf den Weg nach Guadaloupe. Im Zentrum dort angekommen schlug ich den weg zum „Local“ ein wo schon ein paar der Ticos warteten.
Nachdem wir uns begrüßt hatten, natürlich mit der linken Hand, packten wir zusammen alles ein was wir für das Camp am Wochenende benötigen würden und machten uns im Bus auf nach Coronado. Der Stadtteil liegt am Rand San Josés nicht weit von Purral und ist an seinen Rändern sehr ländlich geprägt.

In Coronado angekommen verließen wir den Bus und mussten noch ca. 2 km laufen, da der Bus nicht bis zu der Finca, wo wir unser Wochenende verbringen würden, hinauf fahren konnte.
Auf dem Gelände wurden wir von einer wunderschönen Aussicht begrüßt und bauten sogleich unsere Zelte auf. Dabei halfen die Großen, Erfahreneren den Kleinen [Deren Gruppe nennt man hier „Manada“ (span. für Rudel), bei uns zuhause würden sie „Wölflinge“ heißen].

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Danach ging es auch schon mit dem Programm los das die Communidad (so heißt die Gruppe der 18-21 Jährigen; zu der auch ich gehöre) vorbereitet hatte.
Es wurde eine Rally in verschiedenen Gruppen gespielt und bei vielen weiteren Spielen Punkte für die Gesamtwertung gesammelt.

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Am Abend wurde dann am Lagerfeuer das 62. Bestehen (auch der Grund für das Camp) der Gruppe 17, Guadaloupe (Clan York) gefeiert. Die verschiedenen Gruppen trugen dabei mit Spielen, kurzen Theaterstücken, etc. zur Gestaltung des Programms bei.
Wir hatten uns ein kurzes Theaterstück zur Namensgebung (das Haus York war eine der beiden Parteien der sog. Rosenkriege in England im 15. Jhr.) ausgedacht und außerdem durfte ich unser Gebet auf Deutsch und danach auf Spanisch übersetzt mit der Gruppe teilen.

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Sonntags gestalteten wir den morgen mit den verschiedensten Spielen bei denen alle sehr viel Spaß hatten und die Zeit bis zum Mittagessen wie im Flug verging. Danach wurden auch leider schon das gesamte Camp wieder abgebaut und natürlich (Nach dem Motto „Hinterlasse einen Ort immer so wie du ihn vorgefunden hast“) auf Müll abgesucht.
Den Abschluss des Camps bildete dann die Ehrung der Gruppe die über das Camp hinweg in den Spielen die meisten Punkte gesammelt hatte und mit den Gebeten der einzelnen Gruppen.

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Viel zu schnell ging diese Zeit, die ich sehr genossen habe, vorbei und ich freue mich schon jetzt wieder auf das nächste Treffen und das nächste Camp mit der Pfadfindergruppe 17 aus Guadaloupe.

Siempre listo – Allzeit bereit
Daniel

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