La Noche de Solidaridad

Am Montagabend, dem 22. Oktober, starteten die Vorbereitungen für die Noche de Solidaridad. Für alle die gar kein Spanisch können: Die Nacht der Solidarität. Doch was ist das überhaupt?

La Noche de Solidaridad ist eine Nacht, die unter dem Zeichen der Hilfe für Bedürftige steht. Dazu sammelt die Gruppe der Voluntarios der ACJ Kleidung und kocht Essen, das in San José an die verteilt wird, die oftmals nur das haben, was sie bei sich tragen.

Alexandra, Christine und ich konnten uns noch nichts darunter vorstellen, wie diese Nacht ablaufen wird, als wir mit einem Kleinbus mit circa 25 Helfern, alle ungefähr in unserem Alter, und mehreren Kisten und Säcken Essen (Nudeln) und Kleidung in die Stadt aufbrachen. Zuvor gab es noch eine kleine Andacht von Don Luis, dem Leiter der ACJ, und wichtige Ansagen. Wir sollen keinen Schmuck tragen, alle Wertsachen daheim lassen (daher auch keine Bilder) und falls es schwierige Situationen gibt, diese direkt verlassen.

Kaum sind wir in San Josés aus dem Bus ausgestiegen, da waren wir schon umringt von Menschen, die nach Kleidung und Essen fragten. Im ersten Moment waren wir drei etwas überfordert von der Situation. Die meisten hatten kaum richtige Klamotten an, was bestürzend zu sehen war, vor allem bei dem Gedanken, dass es nachts richtig kalt werden kann. Wir beobachteten zunächst erst, wie immer mehr Leute den Bus umringten, wo die Kleidung aus den Fenstern hinaus gereicht wurde, und dankbar das Essen und etwas zu Trinken entgegennahmen. Einige suchten auch das Gespräch. So gab es einen jungen Mann, der nach einer intensiven Unterhaltung von einer Helferin Zöpfe verpasst bekommen hat, und einen Mann, der uns erzählte, dass seine Decke, die er um sich geschlungen hatte, sein Haus sei und er da vorne schlafe. Auch als eine Familie mit fünf/sechs Kindern kam oder wir erfuhren, dass eine Frau schwanger sei, mussten wir erstmal schlucken. Eine Sache, die für mich sehr ergreifend war und nicht richtig in meinen Kopf wollte, war, dass viele keine Schuhe hatten, nur in Socken oder gar barfuß kamen.

Das alles gab uns dreien sehr zu denken. Wir haben so viel, ob Kleidung oder anderen Kram, den wir oftmals gar nicht brauchen und diese Menschen auf der Straße haben fast nichts zum Leben, zumindest nicht viel Materielles. Denn man merkte auch, wie groß der Zusammenhalt der Menschen ist. So wurde sich gegenseitig geholfen, Kleidung zu tragen, und Essen geteilt. Früher als erwartet, waren diese Sachen gänzlich verteilt, doch es fragten immer noch Leute, ob es noch etwas gebe.

Diese Nacht war für uns eine herzergreifende Erfahrung, die Nachdruck hinterlassen hat. Für mich war es auch das erste Mal überhaupt, in so engen Kontakt mit Personen zu kommen, die kein zu Hause haben. Wir drei haben beschlossen, auf jeden Fall auch etwas zu spenden spätestens am Ende unseres FWDs. Denn hier weiß man, dass es direkt bei den Bedürftigen ankommt. Mit vielen neuen Eindrücken und dem durchdringenden Geruch, ungewaschener Menschen ging es dann zurück zur ACJ.

Bis zum nächsten Mal

Mara

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