¡Adios Costa Rica! – ¡Hola Panamá!

-aber nur temporär. Eine Woche hatte die Kita in der Semana Santa, zu Deutsch „Heilige Woche“ also die Osterwoche, geschlossen und das nutzen meine Mitfreiwillige Alex und ich, um, wie schon im Titel erwähnt, Panama unsicher zu machen.

Am frühen Sonntagmorgen begann unsere Reise mit einer elfstündigen Busfahrt nach Panama. Erstes Abenteuer hierbei war das Überqueren der Grenze. Dort war alles etwas unübersichtlich und am Ende wären wir beinah ohne Stempel nach Panama eingereist, zum Glück nur beinah.

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Insel Zapatillas in Bocas del Toro, dank eines Gebetes hat es nicht  geregnet

Unsere erste Station hieß David, einer der größten Städte Panamas. Dort erholten wir uns von unserer Anreise und erkundeten noch etwas die Umgebung. So landeten wir schlussendlich auf einer einsamen Insel der „Bocas Chica“, einer Inselgruppe, die kurz vor der Küste im Pazifik liegt. Dort verbrachten wir die Zeit mit schwitzen und picknicken am Strand.

Am nächsten Tag ging aus auch schon weiter in das kleine Bergdorf Boquete, nahe des Vulkan Barú und eingerahmt von Kaffeefeldern. Das Klima sprach uns beiden sofort zu: Kühler mit etwas Wind und Nieselregen und zum Glück keine Schwüle. Ein schöner Ort, um die Natur zu genießen und Akkus aufzuladen. Dort machten wir eine kleine Wanderung zu mitten im Wald verborgenen Wasserfällen. Der Blick auf diese war wirklich atemberaubend. In Boquete hätte ich gerne noch länger verweilt, doch schon hieß es Abschied nehmen.

Für die letzten Tage wollten wir noch schön auf den Inseln von „Bocas del Toro“ in der Karibik verbringen, eines der beliebtesten Touristenziele Panamas. Die Busfahrt dorthin wird mir wohl immer in Erinnerung bleiben, da ich für gute zwei Stunden rückwärts gefahren bin, auf einem Sitzkissen neben dem Fahrer. Das war nichts für einen schwachen Magen! An der Karibik angekommen, waren wir erstmal überfahren von den Touristenmassen und erleichtert, dass wir noch einen Platz im Wassertaxi ergattern konnten. Die Insel haben echt etwas Idyllisches. Einen Tag verbrachten wir an einem fast einsamen Strand, dem „Wizard Beach“ auf Bastimentos, einer kleineren Insel, doch dort waren die Wellen so stark und unberechenbar, dass wir uns nicht getraut haben, schwimmen zu gehen, am folgenden brachte uns ein kleines Boot auf eine weitere kleine Insel, auf der es auch nur von Touristen wimmelte. Doch die Fahrt dorthin war sehr beeindruckend. Zwischen den Inseln und Magrovenwäldern hindurch hatten wir das Glück, Delfine, Seesterne und Faultiere zu sehen. Auf einem kleinen Schnorchelgang konnten wir dann noch Korallen und Fische der Unterwasserwelt entdecken. Am Ende waren wir etwas froh, die Heimreise nach San José antreten zu können, denn ein Hostel ohne Wasser noch Küche gestaltet das Leben doch ziemlich schwer, vor allem, wenn man 12 rohe Eier im Gepäck hat.

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Die Grenzbrücke, am Ende kann man fast schon Costa Rica sehen

Bei unserer zweiten Grenzüberquerung waren wir etwas erstaunt, wie locker es dort zu ging. Nach der Ausreise sind wir einfach mit unserem ganzen Gepäck über eine kleine Brücke gelaufen und haben am Ende beinahe wieder die Einreise vergessen, die costaricanische Behörde ist nämlich nur in einem kleinen Häuschen untergebracht, an dem wir fast vorbeigelaufen wären. Nachdem wir Unklarheiten zur Abfahrtszeit des Buses auf Grund von einer Stunde Zeitverschiebung geklärt hatten, waren wir glücklich und etwas erledigt, im Bus zu unserem geliebten San José zu sitzen.

Diese eine Woche Panama hat uns schon gezeigt, wie verschieden die Länder Lateinamerikas sind. Schon kurz nach der Grenze haben wir gemerkt, dass wir nicht mehr in Costa Rica sind, die Straße wurde plötzlich zweispurig und das Wetter hat sich von blauem Himmel mit Sonne zu dusteren Wolken verändert. Die Panamaer sind auch zum Teil etwas kleiner als die Ticos, haben dunklere Haut und Haare und sind insgesamt etwas aufdringlicher. Vor allem das Bussystem unterscheidet sich deutlich von dem in Costa Rica: Meistens werden Kleinbusse verwendet, die bis oben hin mit Menschen gestapelt werden, und eigentlich immer sieht dir eine Person an, welchen Bus du suchst, und lotst dich hin und das aufregendste war, dass wir eine sehr kurvenreichen Strecke mit 80 km/h und offener Bustür langebraust sind.

Diese Reise war auf jeden Fall ein Abenteuer, von dem ich noch meinen Enkeln erzählen werde. Aber klar, nach acht Monaten gehört mein Herz Costa Rica. Übringens sind 10 der 12 Eier heil in San José angekommen.

Liebe Grüße

Mara

 

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