La noche alemana

Vor circa einer Woche ging unsere noche alemana zu ende. Wir hatten einen tollen Abend 🙂 Aber was war denn jetzt eigentlich los am Freitag, den 18. Oktober?

Also erst einmal für alle, die gar kein Spanisch können und zu faul sind bei ’nem Übersetzer nachzuschauen: „noche alemana“ bedeutet so viel wie „deutsche Nacht“. An diesem Abend haben wir für unsere Kollegen, Gastfamilien und andere Volontären der ACJ, deutsches Essen gekocht und in Form von einer Präsentation unsere Heimat präsentiert.

Für uns gingen die Vorbereitungen schon vor Freitag los, da wir überlegen mussten, was wir kochen wollen und für unsere Präsentation bei unseren Familien nach Fotos fragen mussten 😀 Außerdem musste natürlich noch für den Abend eingekauft werden. Dafür ist Hanna am Mittwoch mit Melissa (unsere Mentorin und Ansprechpartnerin) los und sie haben die ganzen Zutaten für 50 Personen gekauft. Letztendlich waren aber nur um die 35 Personen da, also blieb ein bisschen was vom Essen übrig. Aber was gab es überhaupt? Wir drei haben uns an Spätzle mit Hackbraten und Rotkohl getraut und zum Nachtisch gab es „armer Ritter“ mit Eis und Erdbeeren. Eine gute Sache hat es allerdings, dass es zu viel Essen gab: Das Eis genießen wir immer noch 😀

Der Ablauf des Tages sah ungefähr so aus: Mittags gegen 14 Uhr haben wir angefangen zu kochen. Das Kochen war teilweise schon eine kleine Herausforderung, weil es einfach viele Sachen nicht gab, die in Deutschland zum Standard einer Küche gehört. Dazu gehört z.B. auch eine Waage. Aber das Improvisieren hat gut gelappt und wir wussten uns zu helfen 😉

Der Abend sollte um 18 Uhr beginnen. Aber wir haben uns schon so hier eingelebt, dass das Essen erst so gegen 18:45 Uhr fertig war 😀 Der Hauptgang war für die Ticos sehr ungewöhnlich, aber dafür hat ihnen der Nachtisch um zu mehr geschmeckt. Zwischen Hauptgang und Nachtisch haben wir unsere Präsentation gehalten und ein Spiel gespielt. Bei dem Spiel haben wir deutsche Wörter genannt und verschiedene Bedeutungen angegeben und die Ticos mussten erraten, welche Bedeutung stimmt. Zu den Wörtern gehörten unter anderem „verschlimmbessern“ oder „Mucksmäuschenstill“. Sie mussten die Worte auch immer versuchen auszusprechen, was teilweise echt schwierig war. Danach haben wir auch noch sehr lange deutsche Wörter gezeigt, die sie einfach aussprechen mussten. Dazu gehörte unter anderem das längste deutsche Wort: „Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz“. Sie wollten dann auch die Bedeutung der langen Wörter wissen, aber das war nicht ganz so einfach zu erklären.

Nach dem Nachtisch wars dann auch schon vorbei. Wir hatten eigentlich noch ein paar deutsche Tänze vorbereitet wie den „Ententanz“ oder „Das rote Pferd“, aber es war schon recht spät, weshalb der Abend dann schon beendet wurde. Im ersten Moment war das für uns drei schon etwas traurig, aber im nachhinein ist das schon verständlich.

Wir hatten trotzdem einen tollen Abend und viel Spaß beim Kochen. Endlich mal wieder was Deutsches zu Essen 😀

Liebe Grüße

Annika

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